Montag, 12. Juni 2017



SERVUS

An alle, die wieder mal hereinschauen in unsere Reiseaufzeichnungen. Freut uns! Schön dass ihr da seid!

Wir sind inzwischen wieder ein ordentliches Stück höher im Norden und haben Kanada hinter uns gelassen. Aber langsam, auch von dort gibt’s noch einiges zu erzählen.
Nach Quesnel gings rauf nach Prince George, an dem wir aber nur vorbeifahren und auf den Yellowhead HWY abzweigten, den wir ja schon viele Km befahren hatten und in Jasper verließen. 
 

Bulkley River bei Moricetown


Brücke bei Hazelton über den Bulkley River, 80m hoch, mit Gitterrost
 
Also auf diesem gings dann weiter bis nach Kitwanga, wo wir auf unser eigentliches Ziel kamen, den Cassiar HWY, der uns weit rauf gen Norden bringen wird. Derselbige ist jetzt nicht der gängige Touristen HWY und wird im Reiseführer wie folgt beschrieben:“ Der Cassiar Highway ist eine der reizvollsten Strecken. Der Weg ist das Ziel und es kommt nicht auf die Anzahl der gefahrenen Kilometer pro Tag an, sondern das Gefühl, sich im Grenzbereich der Zivilisation zu befinden! Er gestattet Einblicke in einige der schönsten Landschaften Kanadas. Wilde Flüsse, tiefe Schluchten, klare Seen, undurchdringliche Wälder, Gletscher und jede Menge Tiere, deren Heimat das ist.“




Er zieht sich 744 km durch mehr oder weniger Niemandsland und bis auf den Abstecher nach Stewart, gibt es auf dieser Wegstrecke nur einige Roadhouses und Iskut (ein ganz kleines Dörfchen mit vielleicht 50 Einwohnern). Wir sprachen dann auch mit einer vor langer Zeit ausgewanderten Günzburgerin, die als Rangerin einen Provincial Park betreut, wo wir übernachteten. Und sie meinte, sie wären schon noch Frontiers, sie leben wirklich in der Wildnis. 



Der Abstecher nach Stewart war auch sehr schön, da fährst du ganz nah an der Gletscherzunge des Baer Glacier vorbei, durch eine sehr enge Schlucht und kommst dann in Stewart, einen Grenzort zu Alaska raus. Jenseits der Grenze gibt es nur noch Hyder, aber dann ist definitiv Schluss – also zumindest mit der Straße. EIN Ende dieser so wunderbaren Welt!!!!











Wieder zurück, brauchten wir noch 2 Tage, bis wir diesen HWY abgefahren sind. Leider regnete es am zweiten Tag, folgedessen hingen die Wolken so tief, dass wir eigentlich nix sahen. Schade!

Am Ende des Cassiar HWY gings als nächstes auf den weltberühmten Alaska HWY. Den Anfang macht er in Dawson Creek, wo der offizielle Marker MEILE 0 mitten in Downtown mit Fahnen und großem Denkmal steht. Natürlich macht man da ein Foto! Da wir aber zwischendrin einsteigen, liefern wir das nach, wenn wir wieder runterfahren nach Süden. Aber ein paar interessanten Fakten gibt’s auf alle Fälle zu dieser Straße.
Alaska ist zu Zeiten des II. Weltkrieges eigentlich ein vergessenes Anhängsel der USA. 1940 rücken die Sowjetunion und die Japaner immer näher und Alaska ist total ungeschützt. Daraufhin beschließen die USA und Kanada eine Straße zu bauen um Soldaten und Gerät nach Norden transportieren zu können. Es wurde ein Straßenbauprojekt der Superlative! Ungeachtet der Schwierigkeiten die sich stellten, wie die Temperaturen, Myriaden stechender Moskitos, der Permafrostboden, der moosige Untergrund, der hier im Norden vorherrscht. In nur 8 Monaten und 12 Tagen wird 1942 eine 2400 km lange Trasse durch die Wildnis geschlagen und befestigt. Der Highway der von Dawson Creek, Brititsh Colombia durch das Yukon Territory nach Alaska führt, wird zur legendären Nordroute.




Mehr als 70 Jahre später gilt die Befahrung dieser Straße als Krönung jedes Nordamerikaurlaubs.
Soviel zur Geschichte, ist ja auch immer ganz interessant!
Also wir haben nun British Colombia verlassen und befinden uns im Yukon Territory. Wer Jack- London-firm ist, kennt sich jetzt voll aus! „Wolfsblut“ oder „Ruf der Wildnis“. Außerdem Dawson City, Goldrausch, Klondike – die guade oide Zeit halt! Wo es Tausende und Abertausende hier heraufzog, die hofften, das ganz große Glück zu finden! Was wohl sicher den wenigsten gelang.



Feuerwehrmanndenkmal in Whitehorse

In Whitehorse hatten wir mal wieder ein kleines- bis mittelgroßes Malheur. Gottseidank dort, und nicht irgendwo im Nirwana (wo wir in nächster Zeit sein werden!) Unserem Schorsch ging der Saft aus. Sprich: die Batterien, derer wir 2 haben, gaben den Löffel ab. Toll, bis megagalaktisch!!!!!!
Aber wir hatten Glück, just auf diesem Übernachtungsplatz war neben uns eine Deutsche, die zeitweise hier arbeitet und die konnte uns helfen. Telefonisch ging nicht – da die hier herüben natürlich andere Größen- und was weiß ich -Bezeichnungen haben. Also, baute Peter die Batterie aus und die Anja fuhr ihn mit der Batterie solange von einem Laden bis zum Nächsten bis eine dementsprechende gefunden wurde. Anderes Maß und so genau wusste der Kanadier jetzt auch nicht, ob sie dann auch wirklich geht!!!! Also Peter sollte sie mitnehmen und schauen, ob sie überhaupt von den Ausmaßen ins dafür vorgesehene Fach passt, sobald er sie aber anschließt, kann er sie nicht mehr zurücknehmen. Naja, folglich hätten wir halt 4 Batterien die nicht gehen!!!!!
Aaabbbeerrr was soll ich sagen, sie passten zwar nicht ins Fach, dem konnte aber mit ein paar Schnitten mit der Eisensäge an der Halterung abgeholfen werden, aber das System stimmte überein und am frühen Nachmittag ließ unser Schorsch wieder sein gemütliches Gebrumme ertönen. Wieder ein Sieg!
Ja, das sind immer wieder neue Erlebnisse, Überraschungen und Wowmomente! Drum wird es nicht langweilig. Ein bisschen Glück muss auch immer dabei sein und vor allem nette Leute, die dir helfen, wenn du Hilfe brauchst. Aber wie wir schon in Australien aber auch hier inzwischen festgestellt haben, die Leute sind immer sehr hilfsbereit, kommen auch sofort und fragen, ohne groß Aufhebens davon zu machen.  In solchen Gegenden, weiß ein jeder, auch er könnte irgendwie in die Bredouille kommen und jeder ist froh, wenn dann jemand kommt. 
Ansonsten ist Whitehouse eine schöne Stadt und hat uns gut gefallen! Es gibt nette Lokale und Geschäfte, viele  Wandermöglichkeiten  in unterschiedlicher Länge und Höhe. Wir marschierten um den Swatka Lake und zum Miles Canyon. Dabei haben wir auch wieder was Interessantes erfahren. Der Swatka Lake ist ein künstlich aufgestauter See und damit die Lachse bei ihrer alljährlichen Wanderung flussaufwärts über den Damm kommen, hat man ihnen eine Fischtreppe gebaut.
Diese Lachse haben eine 2 monatige Reise von der Beringsee den Yukon aufwärts von schlappen 3.200 km hinter sich! Erfahrungsgemäß durchschwimmen sie diese Fischleiter Ende Juli und gelangen so zu ihrer Geburtsstätte zurück, um abzulaichen und zu sterben. 

Miles Canyon

Weiter gings für uns Richtung Alaska – amerikanische Grenze! Vorher kamen wir noch am Kluane Nationalpark vorbei. Dieser NP, der das größte Gletscherareal außerhalb der Arktis besitzt, ist im Verbund mit dem amerikanischen Wrangell-St. Elias und zwei noch weiteren kleineren NP, eines der ausgedehntesten geschützten Ökosysteme der Welt! Hier gibt’s keine Straße, am Rand ein paar kleinere Trails, des wars dann aber schon. Ein absolut menschenleeres Gebiet.





Kathleen Lake



 
Der Grenzübertritt, immerhin auf dieser Reise unser erster, ging problemlos vonstatten. An der kanadischen Grenze war niemand da, dort fuhren wir einfach nur durch. Und an der amerikanischen Grenze mussten wir zwar ins Office, aber die nette Dame war sehr freundlich. Wir mussten mal wieder unsere Fingerabdrücke abquetschen. Jedenfalls dürfen wir jetzt bis Anfang Dezember in den Vereinigten Staaten bleiben. 


Nun waren wir in Alaska. Bis Fairbanks war der HWY, der übrigens seit der Grenze den Veteranen der amerikanischen Soldaten gewidmet ist und den Namen „Purple Heart HWY“ trägt, ziemlich eintönig.
Und Fairbanks war hässlich und zwar sowas von! Außerdem spürt man hier in Alaska deutlich den sozialen Abstieg zu Kanada. Sei es, wenn man die Leute anschaut, die Autos, Häuser – was auch immer – es ist augenscheinlich.
Aber der nächste Höhepunkt sollte bald kommen! Der Denali NP! In dem der höchste Berg Nordamerikas beheimatet ist – der Denali! Den meisten ist er unter dem Namen Mount Mc Kinley bekannt. Dies ist in den 1970er Jahren geändert worden, nachdem er eigentlich schon früher unter den Natives „der Große, oder der Großartige“ hieß, was Denali bedeutet. Allerdings muss man, will man diesen prächtigen Berg sehen, eine Tour im Wilderness-Access-Center des NP buchen. Auch dieser Park ist nicht frei zugänglich. Man will einfach verhindern, dass bei dieser Menge Leute (er ist immerhin der meistbesuchteste Park Nordamerikas) eben dieses Gebiet Schaden nimmt. Also kann man mit einer Art Busshuttle den Park besuchen. Will man in diesem Gebiet größere Wanderungen oder Bergtouren unternehmen, mußt du dich in der Parkverwaltung anmelden. Es gibt verschiedene Bushaltestellen, wir sind bis zum Eielson Visitorzentrum gefahren, dort kannst du den Denali zum ersten Mal richtig sehen. Vier Stunden Fahrt zuerst durch dicht bewaldetes Elch-Terrain, dann wird’s immer kahler, die Berghänge immer vielfarbiger, von grün, rostrot, braun, gelb – sämtliche Schattierungen und es wird natürlich immer karger. Den Grizzlys gefällts, da haben wir auch welche gesehen. Und dann siehst du IHN – majestätisch ragt er immerhin 6.194m in die Höhe. Ein atemberaubender Anblick. Er ist sehr oft von dicken Wolken umgeben, aber wir hatten Glück an diesem Tag, nur die etwas kleinere Nordspitze war wolkenverhangen. Die tief unter ewigem Schnee und Eis verdeckten Spitzen weiten sich nach unten zu einem gewaltigen Bergmassiv aus, das von einigen Gletschern durchzogen und von vielen, direkt klein erscheinenden 3.000 ern – 4.000ern eingerahmt ist. Klettertechnisch ist diese Pracht eigentlich nicht sehr schwer zu erklimmen, schwierig machen ihn die Wetterverhältnisse. Auch im Sommer kann es mitunter bis zu -40°C kalt sein und Winde um die 100 km/h lassen das Ganze sehr ungemütlich werden. Die Expeditionen, die diesen Berg erklimmen sind durchschnittlich 21 Tage unterwegs!
Alles in allem ein sehr interessanter und beeindruckender Tag für uns. 




Inzwischen sind wir in Anchorage angekommen, haben heut eine kleine Bergtour auf den Hausberg gemacht und morgen werden wir uns das Städtle anschauen.
Das wars mal wieder von uns, auf der anderen Seite der Welt. Machts es gut, bleibts gsund – bis zum nächsten Mal.

Eure Conny und Peter

Freitag, 26. Mai 2017





 Servus….

an alle, die wieder mal in unserem Blog reinschauen.

Wie ich grad mit.Schrecken feststelle, ist es ja gefühlt schon Ewigkeiten her, dass ich einen Eintrag geschrieben habe. Das ist ja eine Menge Holz was ich da zum Bearbeiten habe, was wir inzwischen erlebt haben und gefahren sind.


Von Revelstock haben wir das wunderschöne Okanagan Valley durchfahren. Eine sehr fruchtbare Gegend, die auch Obstgarten Kanadas genannt wird. Und das zu Recht! Während du das langgestreckte Tal durchfährst (das sich ja bis runter an die amerikanische Grenze zieht) siehst du diesseits und jenseits der Straße hoch bis rauf an die Berge nur Obst- und Weinplantagen. Und nachdem wir inzwischen wirklich im Frühling angekommen waren, war das natürlich ein Augenschmaus, da alles in voller Blüte stand. Selbstredend, dass auch wir uns einen Karton Wein erstanden haben.
Weiter gings dann über Princeton nach Hope. Von einem Tal ins andere und eine Gebirgsstraße steiler als die nächste. Hope, wird jetzt wahrscheinlich niemandem was sagen – was verständlich ist, wäre mir jetzt vorher auch nicht anders ergangen- hat aber zwei Besonderheiten. Das erste wäre der Fraser River, der gerade wegen des Schmelzwassers Hochstand hatte und das andere, auf das sind die Hoperianer ganz stolz -hier hat Sylvester Stallone seinen ersten Rambo Film gedreht. (Also ich finde, das muss man wissen, drum schreib ich es!!!!)



Und dann kam Vancouver. Leute, ich kann’s euch sagen, diese Stadt rühmt sich nicht umsonst, eine der schönsten Städte der Welt zu sein. Da ist schon erstmal die Lage, bezaubernd zwischen Meer und Bergen gelegen. Von Wasser eingerahmt, vom Burrard Inlet und dem Fraser River. Eine absolut multikulturelle Mischung von Leuten (über 100 verschiedene Nationalitäten) gibt dieser Schönen am Pazifik ein kosmopolitisches Gesicht.
Wir waren 3 Tage in dieser Stadt unterwegs, hatten einen gepflegten Campingplatz, von dem wir auch zu Fuß rüber zur Downtown gehen konnten. Dazu mussten wir über die Lions Gate Bridge, die den Burrard Inlet mit einer beeindruckenden Länge von 1.517m überspannt. Und sie ist nicht nur lang, sie ist auch sehr hoch, da unter ihr die Hochseeschiffe durchfahren um in den Hafen zu kommen. Mein lieber Scholli, da wird’s dir scho a bisserl mulmig, wennst da runter schaust!!!
Und gepflegt ist diese Stadt, picobello sauber, sowas von schönen Gartenanlagen habe ich noch selten gesehen. Und zwar an jeder Straße, jeden Vorgarten, unzähligen Parks, der größte davon, der Stadtpark namens Stanley.





  Lange Rede, kurzer Sinn. Auf alle Fälle sehenswert! Allerdings gehört auch dazu, dass sich viele Kanadier hier keine Wohnung mehr leisten können. Wir haben selbst mit einem Mann auf dem Campingplatz gesprochen, der uns das erzählte. Er selbst gehörte auch dazu. Das Problem sei einfach, dass die Chinesen überall alles ein- und aufkaufen und damit die Preise in unerschwingliche Höhen treiben. Und wenn man mal aus der glitzernden Downtown und den schönen Vororten rauskommt, dann ist da in bestimmten Vierteln schon richtige Armut sichtbar. 

Weiter gings für uns in die Horseshoe Bay, da setzten wir mit der Fähre um, rüber zur Sunshine Coast. Für uns nur Coast, die Sonne haben wir nicht gefunden. 
Die selbige rauf bis nach Powell River, wo wir nochmals übersetzten nach Vancouver Island.
Die große Insel vor Kanadas Westküste ist geprägt von alpinen Berglandschaften, Regenwäldern, unzähligen glasklaren Flüssen, Bächen und Seen, einsamen, windzerzausten Küsten und Badestränden (wer Schockgefrieren mag!!!!!) An den Küsten kommen auch unzählige Wale in allen erdenklichen Größen vorbei auf ihren Weg rauf in die Arktis.









Wir haben sie einmal durchfahren, haben wunderschöne Wanderungen gemacht, ganz tolle Stellplätze gefunden und einige Leute kennengelernt.
Zuerst wollten wir eigentlich ganz oben rauf, da habe ich im Reiseführer einen Trail ausgemacht, den Cape Scott Trail. Wie sich dann herausstellte, wäre der ganze Spaß dann eigentlich mehr ein Survival Training geworden. 23 km lang, Wege oft zugewachsen (man soll dann dem Bärenwechseltunnel entlang kriechen!!!!) Wege nicht markiert, falls es mal nicht regnen sollte – bedeutet das eher Ausnahmezustand. Das hat uns alles so begeistert, dass wir postwendend nach Erhalt dieser ausschweifenden Infos wieder Richtung Süden abdampften. Wo wir dann noch einige wunderbare Regenwald Trails fanden und auch machten. Wie z.B. den Wild Pazific Trail in Ucluelet, oder den Juan de Fuca Marine Trail (Tageswanderung). Bei beiden wanderst du durch absolute Wildnis, durch Urwald, über umgestürzte Baumstämme, Boardwalks die über die Moore errichtet sind, von einer Wurzel zur anderen, über Hängebrücken usw. Also ganz schön abenteuerlich und es schlaucht auch richtig. Weil du ja nicht normal gehen kannst, springen, krabbeln und rutschen – da glitschig- kommt eher hin!!!

In Gold River lernten wir noch eine nettes Schweizer Pärchen kennen. Die Sybill und den Stefan und haben einen wirklich schönen Abend gemeinsam verbracht. Hallo, ihr Beiden, falls ihr grad mal nachlesen solltet, wir hoffen, bei Euch ist alles okay und dass wir Euch mit dem Icefield Parkway nicht zu viel versprochen haben. Vielleicht klappt’s ja und wir laufen uns in Whitehorse nochmal übern Weg. Gleich Fahne schwenken, falls Ihr unseren Schorsch seht, gell!!


Auf alle Fälle wars eine wunderschöne Woche auf Vancouver Island. Inzwischen sind wir auf dem Weg nach Norden in der Nähe von Quesnel, aber eben nur in der Nähe von…….. wir sind noch ins Hinterland gefahren auf einem Provincial Park im Nirgendwo ca. 110km, die letzten 30 km waren Gravel Road.
Hier hats vor 150 Jahren einen ganz großen Goldrausch gegeben in Barkerville. Der war noch vorm Klondike! Was jetzt aber nicht heißen soll, dass wir hier nach Gold schürfen, das haben sie bestimmt schon restlos ausgegraben, obwohl an der Straße waren heut noch Schilder ausgestellt, auf denen es hieß, man könne noch den ein oder anderen Claim kaufen. Aber es liegt halt ein bisserl ungünstig, gelle!

So, liebe Leute, das wars wieder mal von uns. Ihr seht, wir haben uns sozusagen eingelebt….

NEIN – Halt!!! Mir fällt noch was ein! Vorgestern waren wir auf einem Rodeo, Einem echten, vollkommend authentischen. Nix für Touris! Da waren wir die einzigen Ausländer.
Wir sind da am Veranstaltungsort vorbeigefahren – TODAY RODEO! Mensch, sollen wir uns des mal anschauen, ob wir da Karten brauchen, können wir da einfach so rein? Des probieren wir jetzt!
Jetzt muss man vorausschicken, dass wir ja mit unserem „Schorsch“ wirklich überall Aufmerksamkeit erregen. Was wir Leute kennenlernen, was wir gefragt werden, uns wird nach gewunken, wir werden fast täglich (das ist keine Übertreibung) fotografiert. Die sind immer alle begeistert, er gefällt ihnen.
Also, weiter im Text, kam schon einer angelatscht. Ja, ja was denn das sei, wow, ein Mobilhome, sowas hat er noch nie gesehen. Wieder Begeisterung auf der ganzen Linie! Nachdem Peter sämtliche technischen Fragen beantwortet hatte, fragten wir, ob wir wohl hierbleiben und das Rodeo anschauen können und wo wir Eintritt bezahlen müssen. 
Oh, des kostet nix und wir sollen uns vergnügen und viel Spaß haben, das Rodeo beginnt um 13.00Uhr. Ja, und so kam es, dass wir unser 1. Original Rodeo anschauten.



Neben dem Bullenreiten, Pferdzureiten und Lassowerfen veranstalteten die zahlreich anwesenden Indianer ein „Pow Wow“  mit Tanzen in echten Trachten und Geschichtenerzählen. Ich kann euch sagen die Cowboys und -girls und die Indianer kommen unseren Filmvorstellungen schon sehr nah. War eine tolle Erfahrung!


Abendstimmung nach Gewitter am Lac la Hache

So, aber jetzt habt ihrs hinter Euch! Wir schicken Euch allen liebe Grüße aus den unendlichen Weiten Kanadas

Eure Conny und Peter